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Belastungssituationen

Bis zur Erschöpfung: Die 10 häufigsten Anzeichen für Burnout

Sie fühlen sich müde, erschöpft und regelrecht „ausgebrannt“? Wer über einen längeren Zeitraum hinweg einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, ein sogenanntes Burnout zu erleiden. Was sich hinter dem Phänomen verbirgt, wie es sich äußert und wie Sie ihm effektiv vorbeugen können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Burnout: Anzeichen, Ursachen und Prävention

Burnout – was ist das eigentlich?

Bis heute ist nicht einheitlich definiert, was ein Burnout genau ausmacht und durch welche Merkmale und Beschwerden es identifiziert werden kann. Ob es sich beim Burnout überhaupt um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt, ist in der Fachwelt umstritten. Aktuell ist es jedenfalls nicht als medizinische Diagnose anerkannt. Auch wenn eindeutige Krankheitskriterien bisher nicht ausgemacht werden konnten, gibt es einige Beschwerden und Anzeichen, die mit einem Burnout assoziiert werden.

Zentral ist dabei die Beobachtung, dass die Symptome im Zusammenhang mit als belastend erlebten Arbeitssituationen auftreten. Ursprünglich wurde das Burnout-Syndrom vor allem bei helfenden Berufen verortet, etwa im medizinischen Bereich sowie in der Pflege. Heute ist der Burnout-Begriff weiter gefasst und wird auch für andere Berufsgruppen und selbst für Schüler und Studenten verwendet.

Welche Ursachen hat das Burnout?

Es lassen sich viele Überschneidungen zwischen einem Burnout und einer depressiven Verstimmung oder gar Depression beobachten. Während eine Depression jedoch viele unterschiedliche Auslöser haben kann und sich auf einer umfassenderen Ebene auf das Erleben und Verhalten der Betroffenen auswirkt, steht die Entwicklung eines Burnouts in der Regel im Zusammenhang mit beruflichen Stressoren und hohen Leistungserwartungen.

Die genauen Ursachen des Burnouts sind noch nicht abschließend geklärt, allerdings scheint das Gefühl des „Ausgebranntseins“ größtenteils bei solchen Personen aufzutreten, die ihre Aufgaben mit großem Engagement angehen, die hohe Erwartungen an sich selbst stellen und die dazu neigen, es jedem recht machen zu wollen. Meist entsteht ein Burnout aus dem Zusammenspiel dieser persönlichen Faktoren sowie den äußeren Belastungen der Arbeitswelt. Kommen zu dem eigenen Leistungsanspruch eine hohe Arbeitsbelastung, ein großer Zeitdruck sowie die fehlende Wertschätzung von Vorgesetzten, Kollegen und Kunden hinzu, fühlen sich Betroffene schnell wie im Hamsterrad – sie haben das Gefühl, den Anforderungen trotz iIhres ständigen hohen Einsatzes nie gerecht zu werden. In der Folge stellen sich eine zunehmende Frustration und emotionale Leere ein.

Wie macht sich ein Burnout bemerkbar?

Auch wenn es aus wissenschaftlicher Sicht wenig klar definierte Kriterien für das Burnout gibt, werden doch immer wieder typische Verläufe beschrieben, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken können:

  1. Am Anfang stürzen sich Betroffene oft regelrecht in die Arbeit: Aufgrund ihrer hohen Leistungsbereitschaft und ihres Perfektionismus versuchen sie, die beruflichen Anforderungen zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten zu erfüllen. Dabei fällt ihnen selbst zu Beginn oft noch nicht auf, wie sehr sie sich bereits in dieser Phase verausgaben. Freizeitaktivitäten und persönliche Auszeiten werden zunehmend zurückgestellt.
  2. Dauert der beschriebene Zustand über einen längeren Zeitraum an, leeren sich schleichend die Energiereserven. Betroffene fühlen sich schließlich immer öfter erschöpft und ausgelaugt. Trotzdem versuchen sie weiterhin, das hohe Arbeitspensum zu bewältigen. Die Fähigkeit, sich zu erholen, nimmt immer weiter ab und soziale Kontakte werden vernachlässigt. Oftmals gelingt es Betroffenen selbst am Wochenende oder im Urlaub nicht, den Kopf von der Arbeit freizubekommen.
  3. Konnten die Beschwerden eine Zeit lang ignoriert und verdrängt werden, trifft Betroffene meist plötzlich die ganze Wucht des Burnouts. Manche Betroffene kommen beispielsweise morgens einfach nicht mehr aus dem Bett. Vielen erscheint ihre Arbeit, die sie zuvor mit großem Elan ausgeübt hatten, auf einmal sinnlos. Es stellen sich Gefühle der emotionalen Distanz, Gleichgültigkeit und Perspektivlosigkeit ein.

Damit einhergehend können beim Burnout-Syndrom eine Reihe von typischen Symptomen beobachtet werden. Zu den zehn häufigsten Anzeichen zählen:

  • Erschöpfung
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Antriebsschwäche
  • Misserfolgsgefühle
  • Reizbarkeit
  • Anspannung
  • Ängstlichkeit
  • Interesselosigkeit
  • emotionale Leere
  • Schlafstörungen

Wie können Sie einem Burnout vorbeugen?

Nicht alle Betroffenen machen die oben genannten Phasen gleichermaßen durch und nicht alle leiden unter denselben Symptomen. Manche Menschen fühlen sich zwar latent überfordert, können ihren Alltag jedoch weiterhin stemmen, während andere sich kaum mehr arbeitsfähig fühlen. Treten bei Ihnen starke Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Ängstlichkeit und Depression auf, sollten Sie sich in jedem Fall professionelle Unterstützung suchen.

Damit es gar nicht erst zu einem schweren  Beschwerdebild kommt, können Sie selbst Maßnahmen ergreifen, um dem drohenden Burnout rechtzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen:

  • Regelmäßige Auszeiten einplanen: Ob Sie einen 15-minütigen Spaziergang in der Mittagspause machen oder eine kurze Meditationsübung durchführen – kleine Entspannungsrituale sind essenziell, um zwischendurch abzuschalten und den Geist zu entlasten. Auch wenn Ihr Berufsalltag sehr stressig ist, sollten Sie darauf achten, Ihre Mittagspause wahrzunehmen und so zu gestalten, dass Sie sich bestmöglich entspannen können. Das kann beim gemeinsamen Lunch mit der Lieblingskollegin oder beim Schmökern in einem spannenden Buch auf der Parkbank sein.
  • Ständige Erreichbarkeit einschränken: Lernen Sie, Grenzen zu setzen. Definieren Sie klare Zeitfenster, wann Sie für Kollegen und Kunden erreichbar sind. Verbieten Sie sich beispielsweise selbst, Ihre beruflichen E-Mails am Wochenende zu checken.
  • Einen ausgewogenen Lebensstil pflegen: Versuchen Sie, in Ihrer Freizeit möglichst viel Licht und frische Luft zu tanken. Ein langer Spaziergang oder eine Radtour am Wochenende bringen Sie garantiert auf andere Gedanken. Auch mit einer gesunden Ernährungsweise tun Sie sich aktiv etwas Gutes. Wer unter beginnenden Unruhezuständen und Schlafstörungen leidet, kann zudem mit pflanzlichen Arzneimitteln wie Sedariston® sanft Abhilfe schaffen. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga oder Progressiver Muskelentspannung kann überaus hilfreich sein.
  • Soziale Kontakte pflegen: Menschen, die zu einem Burnout neigen, igeln sich oft ein und ziehen sich von sozialen Events zurück. Sie müssen zwar keinen vollgepackten Freizeitplan haben, sollten aber darauf achten, regelmäßig den Kontakt zu Freunden und Familie zu suchen. Der Austausch mit Ihren Liebsten wirkt emotional entlastend und senkt Ihr Stresslevel.

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