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Belastungssituationen

Wach in der Nacht – eine Schlafstörung oder steckt mehr dahinter?

Wenn Sie mehr als dreimal in der Woche einen Monat lang mehr als eine halbe Stunde nicht einschlafen oder nicht mehr durchschlafen können, dann handelt es sich medizinisch gesehen um eine Schlafstörung.1

Dauer, Qualität oder Zeitpunkt des Schlafes weichen vom normalen und gesunden Schlafbedürfnis ab und verursachen dann meist einen deutlichen Leidensdruck, da sie den Alltag beeinträchtigen und sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken.2

Es gibt viele Auslöser, die uns kurzfristig den Schlaf rauben können. Dazu gehören zu späte Mahlzeiten, eine zu weiche oder zu harte Matratze, unregelmäßige Schlafenszeiten, das Schnarchen des Partners oder eine zu warme oder zu kalte Raumtemperatur. Und das hat unangenehme Folgen: Aufmerksamkeit und Konzentration leiden. Man fühlt sich müde, ermattet und sogar Kopf- und Muskelschmerzen können dem Körper zusätzlich zu schaffen machen.

Wenn jedoch nicht das zu späte Essen oder der schnarchende Partner der Auslöser dafür sind, dass Sie nachts wach liegen und Sie bereits länger unter Schlafstörungen leiden, könnte es sein, dass eine andere Ursache vorliegt: Eine gestörte Nachtruhe ist ein typisches Anzeichen für Belastungssituationen. Aber wie können Sie erkennen, dass Sie sich in einer solchen befinden und diese ursächlich für Ihre Schlafprobleme ist.

Schlafstörungen als Symptom einer Belastungssituation

Der erste Schritt ist, mögliche Ursachen für eine Belastungssituation aufzuspüren – das können Konflikte, stressige Zeiten im Beruf oder Privatleben, plötzliche Ereignisse, die das Leben verändern, aber auch Schicksalsschläge sein. Trifft eine solche Situation auf Ihr aktuelles Leben zu, sollten Sie nach weiteren Anzeichen schauen.

Typische Symptome, die über die Schlafstörung hinaus auf eine Belastungssituation hinweisen, können sein:

  • Angespanntheit
  • Nervöse Unruhe
  • Alles ist zu viel
  • Keine Motivation, etwas zu unternehmen
  • Leichte depressive Phasen
  • Gereiztheit
  • Überforderung
  • Gedankenkreisen um ein und dasselbe Thema

Wenn Sie sich in mehreren dieser Symptome wiedererkennen, ist es naheliegend, dass Sie sich in einer belastenden Phase befinden. Diese kann dann auch der Auslöser dafür sein, dass Sie Probleme beim Ein- und Durchschlafen haben. Demnach ist es hier angeraten, wenn Sie auf medikamentöse Unterstützung setzen möchten, nicht nur die Schlafstörung als Symptom anzugehen, sondern den gesamten Symptomkomplex. Für eine solche Therapie stehen Ihnen wirksame pflanzliche Kombinationspräparate zur Verfügung.

Gerade in einer solchen Lebenssituation ist es wichtig, die eigene innere Stärke zu aktivieren und erholsam zu schlafen und so unserem Körper zu helfen neue Kraft zu tanken. Mit ein paar zusätzlichen Tipps können Sie darüber hinaus eine angenehme Nachtruhe fördern.

Tipps zum Einschlafen und für erholsamen Schlaf

Schlafstörungen beginnen meist vor dem Zubettgehen, denn die Gedanken kreisen oft bereits um das Thema: „Ich kann bestimmt nicht einschlafen“. Aber schon ein paar kleine Änderungen können dafür sorgen, dass Sie besser schlafen können, Ihr Körper die benötigte Ruhe erhält, um aufzutanken und Sie Ihr Wohlbefinden zurückerlangen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf:

  • Schaffen Sie Rituale vor dem Zubettgehen: Lesen Sie ein Buch, Meditieren Sie oder entspannen Sie bei Yoga-Übungen
  • Auch Hörbücher oder entspannende Musik z. B. Meeresrauschen können Sie vor dem Einschlafen beruhigen
  • Gehen Sie eine Runde am Abend spazieren – schon eine halbe Stunde reicht aus: Frische Luft tut gut und so bekommen Sie den Kopf frei
  • Vermeiden Sie zu schweres und fettiges Essen: Es sorgt für ein Völlegefühl und Unwohlsein
  • Auch wenn ein Schlummertrunk verlockend ist – Alkohol ist für einen erholsamen Schlaf nicht förderlich: Trinken Sie lieber eine heiße Milch mit Honig oder einen Kräutertee
  • Regelmäßigkeit ist das A und O – versuchen Sie daher immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett zu gehen
  • Vermeiden Sie Fernsehen im Bett oder den Blick auf das Handy, das kühle Licht macht wieder wach
  • Stressen Sie sich nicht durch den ständigen Blick auf die Uhr, das macht unruhig und lässt Sie schwer in den Schlaf finden

1 Rodenbeck A. et al. (2014) Internationale Klassifikation von Schlafstörungen, 3. Version (ICSD-3). Kompendium Schlafmedizin. 23. Erg. Lfg. 12/14

2AWMF (2018) Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP): Nichtorganische Schlafstörungen (F51). AWMF-Register Nr. 028/012. www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/028-012.html. Abgerufen am: 18.09.2018

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