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Strategie

Stress reduzieren, Ruhe-Rituale schaffen und die innere Stärke aktivieren – so geht’s

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn – die Rede ist von Stress. Wer zu viel von ihm hat, möchte den Stress reduzieren. Klar, denn er ist die Reaktion des Körpers auf eine Belastung und kann somit auch auf eine Belastungssituation hindeuten.

Stress reduzieren

Doch nicht immer ist er schlecht – es muss zwischen positivem und negativem Stress unterschieden werden:

  • Positiver Stress (Eustress): Der Körper bekommt in Ausnahmesituationen einen Extraantrieb und kann so zu Höchstleistungen auflaufen. Was hierbei wichtig ist, damit daraus kein Disstress wird: Auf die Anspannung – also den Stress – soll im Normalfall Entspannung folgen.
  • Negativer Stress (Disstress): Durch anhaltende Belastung kommt es zu dauerhaftem Stress (auf die Anspannung folgt keine Entspannung). Vor allem, wenn jemand nicht über genügend innere Stärke verfügt oder die innere Stärke unter der Belastung leidet, besteht Handlungsbedarf. Gereiztheit und Unruhezustände können sich bemerkbar machen.

Belastung erkennen und den Stress reduzieren

Wenn bestimmte Lebensbereiche durch Stress verschiedenster Art ins Wanken geraten, sind körperliche und psychische Symptome häufig schon vorprogrammiert. Solche Belastungssituationen können ganz unterschiedlicher Natur sein: Einschneidende Lebensereignisse, alltägliche Überforderung, Konflikte, Angstsituationen, aber auch die heutige Informationsflut können für Menschen zum Stresstrigger werden. Typische Beschwerden, die dann die Lebensqualität beeinträchtigen, sind unter anderem innere Unruhe oder Schlafstörungen. Dann gilt es, die persönliche Belastungssituation zu identifizieren und Stresstrigger zu erkennen, um so die Belastung und den Stress reduzieren zu können.

Stress reduzieren und innere Stärke aktivieren mit diesen Tipps

  • Langfristig: Setzen Sie sich ein Ziel und arbeiten Sie kontinuierlich darauf hin. Um dies zu erreichen, können Sie sich kleine Tagesziele setzen.
  • Regelmäßig: Integrieren Sie persönliche Ruhe-Rituale fest in Ihren Alltag. So sorgen Sie für Auszeiten, um öfter und vor allem bewusst zur Ruhe zu kommen und zu entschleunigen. Gleichzeitig können Sie damit Stress reduzieren. Schalten Sie doch einmal Ihr Smartphone beispielsweise für eine Stunde am Tag aus und/oder hören Sie entspannende Musik und nehmen Sie sich bewusst Zeit dafür. Denn Forscher haben herausgefunden, dass Musikhören Stress abbaut.¹
  • Akut: Im Alltag können kleine Entspannungs- und Atemübungen Stress reduzieren.
    • Atemübung: Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie durch die Nase ein, anschließend durch den Mund wieder aus. Während des Ausatmens sprechen Sie in Gedanken langsam ein zweisilbiges Wort, wie zum Beispiel „Stärke“ oder „Ruhe“.
    • Entspannungsübung: Drücken Sie mit ihrem rechten Daumen etwa eine Minute lang sanft auf den Akupressurpunkt am linken Handgelenk – dieser befindet sich circa zwei Daumen breit unter der Handinnenfläche. Währenddessen atmen Sie tief ein und wieder aus. Die Übung kann Stress reduzieren und bringt Entspannung.
    • Weitere Übungen, die Stress reduzieren und Entspannung bringen, finden Sie außerdem hier.

Der Selbsttest „Wie stark sind Sie belastet?“ in der Stärke-Fibel sensibilisiert Sie zusätzlich für Ihre Belastungssituation, hilft Ihnen, Auslöser und Symptome zu erkennen, und gibt weitere Anregungen und Tipps für mehr innere Stärke.

¹ Linnemann A et al. Music listening as a means of stress reduction in daily life. Psychoneuroendocrinology 2015; 60: 82–90

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